Aufruf: Blogparade - Deutschland 09



Über 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 40 Jahre nach dem studentischen Aufbruch 1968, 30 Jahre nach dem „Deutschen Herbst“ 1977, 20 Jahre nach dem Fall der deutsch-deutschen Grenze, mitten im gesellschaftlichen Umbruch der „Agenda 2010“ auf dem Weg in die globalisierte Welt des 21. Jahrhunderts, findet sich eine Gruppe von Kino-Regisseurinnen und Regisseuren aus Deutschland zusammen, um aus ihren individuellen Blickwinkeln ein Panoramabild der gesellschaftlichen und politischen Situation der heutigen Bundesrepublik zusammenzusetzen.

Das Ergebnis: „DEUTSCHLAND 09 – 13 kurze Filme zur Lage der Nation“

Die beteiligten Filmemacher sind (in alphabetischer Reihenfolge): Fatih Akin, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf, Christoph Hochhäusler, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Dani Levy, Angela Schanelec, Hans Steinbichler, Isabelle Stever, Tom Tykwer und Hans Weingartner.

Wir möchten dieses Panoramabild gerne erweitern und diese Idee hiermit fortführen.

Wir laden dich hiermit ein, dich mit einem Beitrag zum Thema, an dem Projekt „Deutschland 09“ zu beteiligen. So wie jeder der Regisseure seine persönliche Wahrnehmung interpretiert und seine eigene filmische Sicht auf das heutige Deutschland, abstrakt oder konkret wiedergegeben hat, so kannst auch du dir ein Thema aussuchen, das deine ganz persönliche Sicht auf Deutschland wiederspiegelt. Die Wahl des Formates sowie des Inhaltes spielt dabei keine Rolle. Ob schriftlich, als Blog-Beitrag oder Videobotschaft - wir wollen deinen ganz persönlichen Blick auf Deutschland.

Es gibt viele Themen, die es wert sind erzählt oder kommentiert zu werden.

Was wolltest du Deutschland schon immer einmal sagen? Erzähl uns deine persönliche Anekdote zum Thema „Deutschland“. Welche Geschichten aus deinem Umfeld sind bezeichnend für Deutschland? Wie ist deine Sicht zum Status Quo?

2009 ist ein spannendes Jahr. Es wird und muss sich viel bewegen. Wir befinden uns mitten in einer globalen Wirtschafts- und Gesellschaftskrise, Amerika hat einen neuen Präsidenten und in Deutschland bereiten sich die Parteien langsam auf das große Wahlkampfjahr 2009 vor.

Wir würden uns freuen, wenn du dich für das Projekt begeistern könntest und dich mit deinem ganz persönlichen Statement zur Lage der Nation beteiligst.

Wenn du Mitmachen möchtest, dann veröffentliche einfach deinen Beitrag zum Thema „Deutschland“ auf deinem Blog und lass uns den entsprechenden Link zukommen.

Dein Beitrag, sowie wenn gewünscht eine Kurzinfo zu deiner Person wird dann auf der Website www.deutschland09-der-film.de veröffentlicht, selbstverständlich mit Backlink zu deinem Blog. Gerne kannst du uns auch deinen Beitrag direkt per Mail zukommen lassen.

Bitte hierfür folgende Mailadresse verwenden: blogparade (at) deutschland09-der-film.de

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Kommentare

Bin auf eine eigene Homepage

Bin auf eine eigene Homepage umgezogen, deshalb lautet die URL jetzt: http://www.zementblog.de/2009/05/26/blogparade-deutschland-09/

Ich fand die Filme fast alle

Ich fand die Filme fast alle sehr treffend und erhellend, mit Resonanzen eigener Erfahrungen.
Verglichen mit "Deutschland im Herbst" ist er zweifellos nicht so von Bedrohung und Fremdheit geprägt.
Die "Finanzkrisenoperation" im maroden Karnkenhaus mit seinen vielen
wörtlichen Ökonomischen Anspielungsanalysen und dem Grundsetting aus
Thomas Manns Zauberberg und Peter Handkes Kurzgeschichte aus den 60igern über die Versammlung einer maroden Firma in einem maroden Hotel fand ich am eindrucksvollsten.
Die Idee: die Wirtschaft an den Todkranken gesunden soll, die darob recht perplex sind,
finde ich auch sehr treffend.

Der Psychiater, fliegende Teppich Film ist echt lakonisch und dicht.
Das 'Buissness as usual': „Haben sie ihre Medikamnete genommen“ bei gleichzeitiger, höchster Brisanz und Bedeutung signalisierender Anwesenheit der Bundeskanzlerin ist echt frappierend.
Das der Köcher des Psychiaters mit den Medikamenten schon leer ist, ist der Grund dieses Settings.

Der Film über die Fernsehaufnahme in der Supppenküche mit dem beachtenswerten Spurteinalgen und der zu recht existenziell entsetzten bestohlenen Regiesseurin des ganzen ist sehr nachdenkenswert.
Die Krux der Vertreter der "Armen und Entrechteten", dass diese echte Bösartig entwickeln, die kaum mehr, einmal im Kindesesalter ausgewachsen, die späteren so 60-80 Jahre wieder herauszukriegen sein wird.
Im Grunde, nach dem ersten Erschrecken über diese "ewige Bösartigkeit"und der Gefährdung durch sie, ist es ein voller Beweis der "Milchmädcherechnungen"
von Sozialkürzungen und vernünftiger Verteilung von Arbeitsaufgaben auf möglichst alle Mitglieder der Gesellschaft.
Schon Nietzsche sagte, die Gesellschaft hat die Unfähigkeiten der Individuen auszubaden. Heute, wo die soziale Dicht und die menschlichen Potenzen noch größer sind, um so mehr.

Der Film mit Susan Sonnatg und Ulrike Meinhof, das Mädchen in einer sozialkritisch utopisch "initiatorisch" Phantasie ist auch sehr ausdrucksstark.
Da sieht man, mit wie wenig "Leitideen" man sein Leben auskommen muss und kann.
"Expose yourself", sagt Susan Sonntag, dieses mutige "Probier es aus", „veröffentliche dich“, zur eigenen Versicherung und Verbindungsmöglichkeiten mit den "unbekannten" anderen ist ein pragmatische Vorfassung der Marxschen Utopie: Gesetzt, wir hätten als Menschen produziert.. . aus den Frühschriften zur Harmonisierung von individueller und Gesellschaftlicher Entwicklung.
Vielleicht lebt die Faszination des ganzen Medienbetriebs von dieser utopischen Vorwegnahme einer "freien Assoziation von Produzenten und Konsumenten".
Ein "Glücksversprechen" durch Realität statt Phantasie. Sicher, bei der realen Inszenierung von Phantasie. So getrennt ist das alles nicht. Hieß doch die 68er Parole nicht umsonst. Phantasie an die Macht. So ist denn die Phantasie des Mädches „real“ initiatorisch.
Die Evokation des "Faschismus" als geheimes Faszinosum des bieder Orgiastischen
ist nur bei sehr gutmütiger Betrachtung mit Emphase auf „biedere Vorstellung“ des Mädchens zu enträtseln.
Bei der "Geschwindigkeit" der Anspielungen sind Fehlempfindungen da vorprogrammiert.
Insbesondere, da an diese Stelle ziemlich schnell das Thema gewechselt wird.

Ich würde gerne Deleuze Filmtheorie aus „Bewegungsbild“ und „Zeitbild“ mit Piercescher Zeichentheorie als Grundlage zur Rezeption verwenden, aber erstens habe ich es nicht zur Hand und zweitens dauerte es dann noch etwas.
Er hat allerdings auch eine „unprofessionellen“ NICHT Schauspieler, Regisseur, Autor, Kameramann
Ansicht der Filme. Trotzdem sei den Profis diese professionellste aller Filmtheorien empfohlen.

Hier mein Beitrag.

Hier mein Beitrag.

-Deutschland 09- Ganz

-Deutschland 09-

Ganz ehrlich. Das Projekt „Deutschland 09“ ist mir nur deshalb ins Auge gefallen, weil ich dachte:
Mmmh...Abklatsch von „Deutschland im Herbst“?...Was soll das?
...„Deutschland 09“?- Was ist denn passiert, auf das man denn so dringend reagieren muss (immer noch „Deutschland im Herbst“ im Hinterkopf). Sollen diese Kurzfilme überhaupt eine Reaktion/ Agitation sein? Wenn Sie Keins von Beidem sind, wo ist der Reiz?
„Zur Lage der Nation“? - Klang mir irgendwie nach dem Titel eines ganz ganz wichtigen Symposiums (an dem ich aber nicht teilnehmen würde [wollen])...Warum so pathetisch? Gabs' vorher noch andere „DeutschlandsXX“ aus der dt. Filmszene, in der ich mich mich nicht auskenne?

Naja, und dann habe ich mir schließlich doch noch überlegt, was ich zu diesem Thema machen würde, immerhin bin ich ja Deutscher. Mir fiel' nichts ein, außer das, was ich schon gemacht habe.
(Vielleicht würde ich aber auch mal einen Film über Deutschland machen, der nicht in Deutschland spielt). Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Filme, so wie sie sind, nur in Deutschland entstehen konnten.

Will dich ja nicht

Will dich ja nicht beunruhigen, aber zieh dir das mal rein. http://tobiashorka.ch/
Muss noch nichts heissen, aber kommt mir schon etwas merkwürdig vor.

Ein Kumpel hat mir erzählt,

Ein Kumpel hat mir erzählt, dass Marc Forster auch am Wettbewerb teilnimmt (mit Sponsor)? Fänd ich recht scheisse. Gleiche Mittel für ALLE!

Mit herzlichen Grüßen und

Mit herzlichen Grüßen und vielem Dank sendet sein "ganz persönliches Statement zur Lage der Nation" Hugo von Krapendorf vom Arschgurkenschweißwasser-Blog (agsw.blogger.de) in diesem Link:

http://agsw.blogger.de/stories/1364480/

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